Rainer Maria Rilke an Stefan George
enn ich, wie Du, mich nie den Märkten menge
Und leiser Einsamkeiten Segen suche, –
Ich werde nie mich neigen vor der Strenge
Der bleichen Bilder in dem tiefen Buche.
Sie sind erstarrt in ihren Dämmernischen
Und ihre Stirnen schweigen Deinen Schwüren,
Nur wenn des Weihrauchs Wellen sie verwischen
Scheint ihrer Lippen Lichte sich zu rühren.
Doch, daß die Seele dann dem Offenbaren
Die Arme breitet, wird ihr Lächeln lähmen;
Sie werden wieder die sie immer waren:
Kalt wachsen ihre alabasterklaren
Gestalten aus der scheuen Arme Schämen.
29. November 1897
STEFAN GEORGE
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| Stefan George |
liefert die Wikipedia ....
DAS JAHR DER SEELE
Ein Gedichtband von Stefan George bei WikipediaDas Jahr der Seele -Online beim Gutenberg-Spiegel
Stefan Georged beim Projekt Gutenberg | bei Zeno.org
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Wir sollen nur tiefer und wunderbarer hängen an dem, was war,
und lächeln: ein wenig klarer vielleicht als vor einem Jahr....
Rainer Maria Rilke.
Danke für den Kommentar.
Herzlichst,
George de Courtenay