Es winkt zu Fühlung
fast aus allen Dingen,
aus jeder Wendung weht
es her: Gedenk!
Ein Tag, an dem wir
fremd vorübergingen,
entschließt im
künftigen sich zum Geschenk.
Wer rechnet unseren
Ertrag? Wer trennt
uns von den alten, den
vergangnen Jahren?
Was haben wir seit
Angebinn erfahren,
als dass sich eins im
anderen erkennt?
Als dass an uns
Gleichgültiges erwarmt?
O Haus, o Wiesenhang,
o Abendlicht,
auf einmal bringst
du's beinah zum Gesicht
und stehst an uns,
umarmend und umarmt.
Durch alle Wesen
reicht der eine Raum:
Weltinnenraum. Die
Vögel fliegen still
durch uns hindurch. O,
der ich wachsen will,
ich seh hinaus, und in mir wächst der Baum.
Ich sorge mich, und in
mir steht das Haus.
Ich hüte mich, und in
mir ist die Hut.
Geliebter, der ich
wurde: an mir ruht
der schönen Schöpfung
Bild und weint sich aus.
Rainer Maria Rilke,
August/September 1914,
München oder
Irschenhausen
Das Inselschiff 8
(1927)
::.
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Wir sollen nur tiefer und wunderbarer hängen an dem, was war,
und lächeln: ein wenig klarer vielleicht als vor einem Jahr....
Rainer Maria Rilke.
Danke für den Kommentar.
Herzlichst,
George de Courtenay