Dienstag, 1. Januar 2013

René Rilke ....


"Leben heißt es und genießen"
Ein Gedicht des fünfzehnjährigen René Rilke.

Leben heißt es und genießen In 
der Jugend froher Lust Glück 
und Freude soll ersprießen Frei 
sich heben deine Brust. Soll 
erfreuen sich der Tänze, Jedes 
Herz mit leichtem Sinn; Denn 
des Lebens schöne Lenze Sind so 
bald, so bald, dahin. Wahre stets 
die edlen Triebe Dass die 
Wahrheit niemals fällt, Dann 
blüht Ehre Dir und Liebe Wenn 
Du scheidest von der Welt. - Dann 
wird ewig glühn und leben Ewig 
herrlich, ewig jung Zu besonnten 
Höhen schweben Lieblich die 
"Erinnerung".

Gewidmet in Freundschaft von René Rilke
M. Weissk., im Mai 91.
[Mährisch Weisskirchen]

René Rilke, Leben heißt es ....
Quellen:
Leben heißt es und genießen,Gedichteintrag René Maria Rilke
ins Stammbuch des k.u.k Rittmeisters Christian Gellinek, Mai 1891,
in Mährisch Weisskirchen ~
In das Stammbuch des k. u. k. Rittmeisters Christian Gellinek, seines Reitlehrers !, schreibt R. ein Gedicht: »Leben heißt es und genießen 189o-1891 ~

Aus : Rainer Maria Rilke:
Chronik seines Lebens und seines Werkes, 1875-1926 [Amazon] [Stanford University Librares]
Ingeborg Schnack, [W] Renate Scharffenberg - 2009 - Snippet-Ansicht - Mehr Ausgaben
Hier verfaßt er den zweiten Band seiner "Geschichte des Dreißigjährigen Krieges".
MAI: In das Stammbuch des k. u. k. Rittmeisters Christian Gellinek, seines Reitlehrers, schreibt R. ein Gedicht: »Leben heißt es und genießen 189o-1891.

k.u.k   



Die Bezeichnung kaiserlich und königlich, abgekürzt k. u. k. (auch k.u.k., selten k. & k.), wurde in der 1867 aus dem Kaisertum Österreich entstandenen Österreichisch-Ungarischen Monarchie (vom Ausgleich mit dem Königreich Ungarn an) für die gemeinsamen Einrichtungen beider Reichshälften, also der Gesamtmonarchie, eingeführt. Sie ist von der Bezeichnung kaiserlich-königlich (abgekürzt k. k.) zu unterscheiden.

Das erste k (kaiserlich) stand als Kürzel für den Titel Kaiser von Österreich, das zweite k (königlich) für den Titel Apostolischer König von Ungarn des Monarchen aus dem Hause Habsburg-Lothringen. Das u zwischen den zwei ks wird trotz der verkürzten Form voll ausgesprochen; die korrekte Aussprache lautet somit „k[a] und k[a]“.  [ Wikipedia ]



Rittmeister
Rittmeister ist eine historische Dienstgradbezeichnung für Offiziere der Kavallerie in Deutschland und Österreich. Der Dienstgrad entsprach dem des Hauptmanns. In Deutschland erlosch dieser Dienstgrad mit dem Ende der Wehrmacht 1945. In Österreich wurde er bei Polizei und Gendarmerie erst im Jahre 1978 abgeschafft. [ Wikipedia ]

Mährisch-Weißkirchen
1886: Am 1. September tritt Rilke in die Militärunterrealschule St. Pölten ein.
Er schreibt seine ersten Gedichte.
1890: Nach Abschluß der Militärunterrealschule wechselt Rilke in die
Militäroberrealschule Mährisch-Weißkirchen über.

BUCHAUSZUG-Text: "So schreibt Rilke, der 1890 als Zögling an die
Militäroberrealschule nach Mährisch-Weißkirchen gekommen war,
von der "gewaltigen Heimsuchung" seiner Kindheit, der "täglichen Verzweiflung
eines zehn-, eines zwölf-, eines vierzehn-jährigen Knaben."
Er, Rilke, sei als ein "Erschöpfter, körperlich und geistig Mißbrauchter"
aus der Kadettenanstalt ausgetreten.

Auch Robert Musils Roman:
Die Verwirrungen des Zöglings Törleß, - der die Erfahrungen seiner Jugend
als Kadett in Mährisch-Weißkirchen literarisch wiedergibt,
liefert ein völlig differentes Bild, ein eindringlich-obsessives Gemälde
von den verborgenen Zuständen in der Stadt und an ihren Militärschulen.
Noch in einer späten Tagebuchnotiz, Ende der 30er Jahre, schreibt er
rückblickend:  M<ährisch>W<eißkirchen> - Hranice (Das A-loch des Teufels).
Kavalleriekadetten u. Militäroberrealschüler. Die wahre Geschichte des
Törleß.   Der alte U<nter>0<ffizicrs>-geist der Militärerziehung." !

Aus : Richard von Schaukal ein österreichischer Dichter der Jahrhundertwende,
von Dominik Pietzcker.

Mährisch-Weißkirchen heute.

Geo ::.

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Wir sollen nur tiefer und wunderbarer hängen an dem, was war,
und lächeln: ein wenig klarer vielleicht als vor einem Jahr....

Rainer Maria Rilke.

Danke für den Kommentar.
Herzlichst,
George de Courtenay

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